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Modellbasiertes Service Level Management

Beteiligte an der Hochschule

  • Dr. Markus Debusmann

Kooperationspartner

  • Universität Kassel
  • Technische Universität Berlin

Laufzeit

Beginn: 01.12.2000
Ende: 28.02.2005

Finanzierung

  • Bund/Land Hessen (HWP-Mittel)
  • Hochschulmittel

Veröffentlichungen

  • M. Debusmann; K. Geihs; R. Kröger: "Unifying service level management using an MDA-based approach", IEEE, Network Operations and Management Symposium, 2004. NOMS 2004. IEEE/IFIP, Seite 801-814, Vol. 1, April 2004 (BibTeX)
  • Debusmann, Markus: "Modellbasiertes Service Level Management verteilter Anwendungssysteme", Dissertation, Juni 2005 (Link) (BibTeX)
  • Debusmann, Markus: "Modellbasiertes Service Level Management verteilter Anwendungssysteme", Dissertation, Juni 2005 (Link) (BibTeX)
  • Markus Debusmann - Modellbasiertes Service Level Management verteilter Anwendungssysteme, Dissertation, Universität Kassel, 2005

Kurzbeschreibung

Der zunehmende wirtschaftliche Druck auf viele Unternehmen führt zu verstärkten Anstrengungen, Kosten zu sparen. Dies geschieht im IT-Bereich vor allem durch Konsolidierung und durch das Outsourcing von Dienstleistungen.
Durch das Outsourcing entstehen aber auch neue Abhängigkeiten, da beispielsweise die Nichtverfügbarleit der Dienstleistung u.U. fatalen Einfluss auf die Verfügbarkeit der eigentlichen Geschäftsprozesse eines Unternehmens haben kann. Daher erfordert diese Auslagerung von Dienstleistungen ein juristisches Rahmenwerk zwischen dem Kunden und dem Dienstleister. Dies ist die Aufgabe sogenannter Service Level Agreements (SLAs) , die Verträge zwischen Kunden und Dienstleister darstellen. Unter Anderem regelt ein SLA:
  • wer die beteiligten Akteure sind und in welchen Rollen sie agieren,
  • welche Dienstleistung zu erbringen ist,
  • die Dienstgüte, die für die Dienstleistung gefordert ist,
  • die Kosten für die Nutzung der Dienstleistung,
  • die Strafen für die Nichterbringung der Dienstleistung bzw. für die Verfehlung der geforderten Dienstgüte,
  • der Zeitraum, in dem das SLA gültig ist,
  • ...
Durch die Bedeutung des Service Level Managements entstand ein neuer Markt für spezialisierte Managementlösungen. Das Hauptproblem hierbei ist allerdings, dass die Ansätze in der Regel proprietär und daher oft inkompatibel zueinander sind.
Ziel dieses Projekts ist daher die Entwicklung eines Ansatzes, der die effiziente Modellierung von SLAs und deren spätere Etablierung im System ermöglicht.
Anwendung der Model Driven
    Architecture für das Service Level Management
Abbildung 1: Anwendung der Model Driven Architecture für das Service Level Management
Zentrale Idee ist die Anwendung der Model Driven Architecture (MDA) auf die Problemdomäne des Service Level Managements (siehe Abbildung 1). Hierbei erfolgt die Modellierung des SLAs in Form eines abstrakten Musters, welches die managementrelevanten Teile des SLAs enthält, wie z.B. Dienstgüteparameter und -ziele. In einem SLA-Muster sind allerdings noch keine konkreten Instanzen von Diensten oder Komponenten enthalten, die zur Laufzeit überwacht werden. Auch legt ein SLA-Muster noch keine Managementplattform fest, mit der die Konformität des SLAs später überwacht werden soll. Ein SLA-Muster wird formal mit Hilfe der Unified Modeling Language (UML) beschrieben und entspricht somit dem plattformunabhängigen Modell (Platform Independent Model, PIM) der MDA.
Die Bindung eines SLA-Musters erfolgt durch dessen Transformation zu einer SLA-Instanz. Hierbei werden sowohl konkrete Komponenten als auch die zur Überwachung eingesetzte Managementplattform gebunden. Eine SLA-Instanz entspricht damit dem plattformspezifischen Modell (Platform Specific Model, PSM) der Model Driven Architecture.
Der finale Schritt ist die Etablierung der zuvor erzeugten SLA-Instanz. Dadurch wird die verwendete Managementplattform so konfiguriert, dass sie anschließend in der Lage ist, die Konformität des etablierten SLAs automatisch zu überwachen. Dieser Schritt ist spezifisch für die verwendete Managementplattfom und erfordert vor allem einen entsprechenden Dienst für die Etablierung der SLA-Instanz. Diese entspricht dem plattformspezifischen Code (Platform Specific Code, PSC) der MDA.